Sonntag, 26. März 2017

Fliegenbinden - Kaufe niemals Sekundenkleber online...


Manche Sachen kauft man besser nicht online...

Die Bestellung wurde schnell und gut verpackt geliefert, aber leider ist das Produkt nicht so wie es sein sollte.
Sekundenkleber reagiert mit Feuchtigkeit. Die Weissen Flecken auf der Sekundenkleberflasche zeigen, dass diese Flasche schon etwas länger im Regal beim Händler liegt. Der Kleber hat bereits durch das Plastik oder den Schraubverschluss mit der Luftfeuchtigkeit regiert. Der Kleber in der Flasche ist zähflüssig und nicht wirklich zu gebrauchen.


Schade ist das dem Händler beim Verpacken nicht selbst aufgefallen...
Manche Sachen kauft man besser nicht online, sondern direkt beim Händler vor Ort. Wenn ihr solche Sekundenkleberflaschen mit weisslichen Ausblühungen seht, lasst ihn lieber im Regal stehen und nehmt eine andere Flasche....

Mittwoch, 22. März 2017

Basteln im Blog - "Marc Petitjean" Bindestation - Teil 2


Der zweite Teil, der "Marc Petitjean" Bindestation...

Nach ein paar Tagen Pause, fand ich wieder ein Gelegenheit um an dem Projekt weiterzuarbeiten und es schliesslich fertigzustellen. Die Ablage für die Schere und den Bobbin sollte irgendwie anders sein. Nicht nur eine ausgefrässte Vertiefung im Holz, es sollte edler und schöner werden.


Daher nahm ich mit der Oberfräse gleich ein paar Millimeter mehr um für eine Ledereinlage Platz zu schaffen. Das Leder, ein Stück von einer alten Aktentasche hat eine interessante Struktur die gut zum Gesamtaussehen der Station passt.
Ich schneide zuerst eine Schablone aus Papier und übertrage die Masse so auf das Leder. Dann wird die Unterlage und der Ledereinsatz mit Kontaktkleber bestrichen und zusammengefügt. Fest verpresst, mit Gewichten beschwert. So stelle ich sicher, dass das Leder sauber auf der Grundlage aufliegt und sich dauerhaft verbindet.




Nach einer Holzbehandlung mit Leinenöl, kann ich endlich alle Teile platzieren und anschrauben. Jetzt sehe ich das erste mal die komplette Bindestation fertig montiert...


Alles hat seinen Platz, ist stehts griffbereit und ich muss nicht lange danach suchen. Mal schauen ob es sich in der Praxis bewährt. Vielleicht gibt es ja in Zukunft noch einige Verbesserungen oder Änderungen die ich nach einigen Bindetagen an dieser Station vornehme. Natürlich werde ich die dann hier im Blog dokumentieren....


Aber jetzt bin ich erstmal zufrieden und freue mich schon die auf das Binden einiger Fliegen.
Am besten fange ich gleich damit an...



Mittwoch, 15. März 2017

Rutenbau - Reparatur einer "Arcticsilver Innovation" Fliegenrute


Diese ArcticSilver Fliegenrute hat schon einige Stunden am Wasser und auf der Wiese hinter sich.
Der jährliche Service bei dieser Rute schliesst bei mir eine Demontage des Rollenhalters ein. Warum? Nun im Kunststoffgehäuse unter dem Alu sammelt sich mit der Zeit so einiges an Dreck an.
Fischt man an der Küste, findet der feine Sand immer einen Weg in das Griffteil. Also ist eine Grundreinigung angesagt...





Die Verarbeitung der Rute ist durchweg sehr gut. Wicklungen und Versiegelungen mit Epoxi sind sauber und gut ausgeführt.
Nur der Stripping Guide der vermochte den dauerhaften Belastungen und häufigen Gebrauch nicht standhalten.
Er ist gebrochen und muss gewechselt werden. Klar könnte ich diesen Teil unter Garantie austauschen lassen, doch ich habe andere Pläne...


Ich möchte andere Guides montieren. Anti Tangle Guides die meiner Erfahrungen nach, die Performance der Rute noch verbessern werden. Die Rute biegt sich ja bis ins Griffstück und dadurch hat sie einen grösseren Öffnungswinkel im Vergleich zu herkömmlichen Ruten. Beim Doppelzug entsteht so aber mehr Reibung im Stripping Guide. Diese Reibung wird durch den nach vorn gerichteten Rutenring vermindert. Auch schiesst die Runningline besser durch diesen Anti Tangle Guides. Das klingt vielleicht nicht logisch oder ist schwer zu verstehen. 
Vielleicht auch nicht physikalisch korrekt erklärt, aber meine und auch Versuche anderer Rutenbauer zeigen in der Praxis doch eine Verbesserung der Performance.


Der Blankteil wird also der alten Ringe bereinigt und für das Wickeln vorbereitet. Geht man vorsichtig vor und lässt man sich Zeit, ist diese Arbeit ohne Gefahr der Zerstörung der Rute möglich.


Unter die neuen Ringe lege ich eine Grundwicklung mit Nylon. Auf diese wird dann der Ring positioniert und mit der Bindeseide eingebunden.


So entsteht eine saubere Reparatur die sich später nur, in der Farbe der Wicklung, Unterschiede zeigen wird. Das Garn der Bindungen an der Rute ist nämlich vom Sonnenlicht schon stark ausgeblichen. Die Farben der neuen Wicklung hingegen noch kräftig und dunkel.


Noch ein paar Tage warten, bis das Harz völlig ausgehärtet ist, und dann gehts ab ans Wasser zum Fischen...

Samstag, 11. März 2017

Basteln im Blog - "Marc Petitjean" Bindestation - Teil 1


Wie einige auf Instagram vielleicht schon gesehen haben, bin ich wieder mal am Basteln.
Schon immer wollte ich eine art Bindestation bauen. Nicht um damit auf dem Sofa binden zu können oder auf dem Küchentisch, nein sondern eine spezielle "Marc Petitjean" Bindestation.
Ich binde gern mit dem Swiss-Vice sowie mit den Werkzeugen von Marc Petitjean. Was mich aber immer stört ist, dass die "Klammern" und "Tischklemmen" wild verstreut auf dem Tisch rumliegen. Und ich mühsam jedesmal suchen muss, bis ich die richtige Grösse zur Hand habe.


Das soll sich jetzt ändern. Ich möchte mir eine Unterlage bauen, auf die der Bindestock, die Werkzeuge und die Lampe, ihren Platz finden. 


Also lege ich mir alle Werkzeuge, den Bindestock und alles was auf die Platte soll zurecht. Messe mal grob wie gross die Unterlage sein müsste.
Zu gross sollte es auch nicht werden, also schiebe ich die Klammern und Werkzeughalter auf dem Brett hin und her bis es einigermassen stimmig ist.



Dann mal einen Haken einspannen und ein paar Wicklungen mit dem Bobbin machen. Stört etwas? Geht das so? Und das Licht, hell genug? Besser links oder rechts? Wo lege ich meine Schere ab? Wie gross muss dieses oder jenes sein?



Ich grüble also ein paar Tage an der Auslegung und perfektioniere die Platzierungen vor meinem Auge. So ergibt sich auf einmal wie von selbst die Anordnung der einzelnen Teile.





Also Anzeichnen und Ausschneiden. Mit Bohrern und der Stichsäge säge ich so gut es geht an den Linien entlang. Danach werden die Kanten mit Feile und Sandpapier geglättet.




Die Erste "Anprobe" passen die Klammern und Tischklemmen?
Hier und da muss ich noch etwas nachfeilen aber es geht auf, und die Werkzeuge finden ihren Platz...


Auch der "Toolbar" hat ihre Position gefunden. Dieser Werkzeughalter wie auch die Lampe werden an 8mm dicken Edelstahlpins jeweils in den Ecken befestigt. So kann ich sie einfach für den Transport entfernen, sowie mit weiteren Werkzeugablagen ergänzen.


Das war der erste Teil über den Bau der Bindestation. Im Zweiten werde ich euch zeigen wie ich die Ablage für die Schere und Bobbin gestalte und wie die Bindestation schlussendlich fertig aussieht.
Bis dahin: "Happy tying!"