Samstag, 18. Februar 2017

Fliegenbinden - Baetis Nymph - UV aktiv



Eine Baetis Nymphe. Aber nicht irgendeine, sonder eine die eine UV aktive Rippung hat.
Wer mal mit einer UV Lampe durch sein Bindematerial geht, wird feststellen das einige Materialien UV-Aktiv sind.
Sie leuchten unter UV Licht. Welchen Vorteil hat das? Verleitet es die Fische zum Anbiss?
Nun dieses Thema ist sicher noch nicht völlig erforscht und die Meinungen verschiedener Fliegenfischer gehen weit auseinander.
Was allerdings logisch und erklärbar ist, ist Folgendes.
UV Licht dringt am tiefsten in die Wasserschichten vor. Man findet im Internet verschiedene Angaben. Für einen klaren Bergsee zum Beispiel eine Tiefe von 27 Metern in denen UVB Strahlen noch messbar sind. UVA Strahlung soll sogar noch bis zu einer Tiefe von 45 Metern vordringen. Das heisst die Nymphe selbst erscheint in tiefen Wasserschichten einfach schlicht grau. Die Rippung allerdings wird, da sie noch UV Licht reflektiert etwas heller erscheinen und bleibt so für den Fisch auch sichtbar.
Meine Nymphe ist so nicht nur ein grauer Klumpen, sondern hat etwas Struktur und wird vom Jäger besser wahrgenommen und als etwas fressbares eingestuft.


Soweit meine Theorie zu UV aktivem Bindematerial, jetzt geht es an die Bindeschritte...
Für den Grundkörper nehme ich einen braunen UNI Bindefaden, der Haken ist ein TMC 3761 SP BL, der ist etwas länger als normale Nymphenhaken.
Die Rippung ist wiederum ein UNI Bindefaden in Chartreuse und eben dieser leuchtet unter UV-Licht.



Wenn der Rippungsfaden eingebunden ist, lege ich einen Knoten mit dem braunen Bindefaden hinter der Tungstenperle und schneide ihn ab. Weiter binde ich nun mit dem hellen Bindefaden.
Die Rippung lege ich in offenen, möglichst gleichmässig Wicklungen bis vorne zum Kopf.


Der Hinterleib wird mit UV Lack überzogen und mit der Lampe ausgehärtet.


Ich binde etwas "Shellback" als Flügelscheide ein und dubbe einen Thorax aus "Squirrel Dubbing".



Das "Shellback" wird nach vorn gelegt und mit dem Bindefaden abgefangen.
Fertig, doch die Nymphe sieht ja ganz normal aus...


... erst unter UV Licht sieht man das helle Bindegarn leuchten, ich hoffe die Fische mögen diese Glühwürmchen.
Also schaut mal in euren Bindematerial nach ob sich da nicht auch ein paar UV aktive Materialien finden lassen.



Dienstag, 14. Februar 2017

Entomologie für Fliegenfischer - Baetis rhodani - Large Dark Olive Dun



Gestern konnte ich den ersten bedeutsamen Schlupf dieses Jahr an der Aare beobachten.
Zuerst sah ich am Nachmittag nur einige einzelne Exemplare auf der Wasseroberfläche dahintreiben. Doch innerhalb weniger Minuten wurden es immer mehr....


Das Bild zeigt eine Baetis rhodani, eine Subimago die gerade geschlüpft ist. Die kleinen schwarzen  Augen und die dunklere Färbung zeigen deutlich, dass es eine weibliche Eintagsfliege ist.


An den meisten Gewässern ist sie die erste die "Auftaucht". Dieses Jahr etwas früher als der eigentliche Saisonbeginn, aber auch der ist ja nicht mehr in all zu weiter Ferne.
Die Bilder sind nur mit der Kamera des Smartphones gemacht, aber ich finde sie trotzdem schön anzusehen, Inspirationen fürs Fliegenbinden....


Um Eintagsfliegen oder andere Insekten genau zu bestimmen, greife ich gern auf das Buch "Entomologie für Fliegenfischer" aus dem Ulmer Verlag zurück. Dieses Buch könnte man auch als "Bibel" zur Insektenbestimmung bezeichnen, jedenfalls was relevante Insekten für uns Fliegenfischer angeht. 
In deutscher Sprache und bereits in der 3. Auflage ist dieses Buch wirklich Pflichtlektüre für Fliegenfischer die ihre Umgebung verstehen möchten.


Ob wunderschöne Makroaufnahmen, Schlupftabellen oder auch Bindevorschläge und bewährte Muster, das findet man in dem 350 seitigen Meisterwerk. Ob Eintagsfliegen, Steinfliegen, Köcherfliegen oder andere Insekten wie Libellen, Käfer Mücken, Schnaken oder Ameisen alle haben ihren Platz in dem Buch und werden in ihrer Lebensweise sowie in ihrer Bedeutung für uns Fliegenfischer genauestens beschrieben.  
Ich lese immer gerne darin und manchmal vergesse ich die Zeit, beim Blättern und Lesen der fundierten Erklärungen...


Samstag, 11. Februar 2017

Draussen Kaffee kochen - Java Press


Die zweite Möglichkeit ist eine sehr einfache und saubere Art um Kaffee zu kochen.
Neben der Java Press die auch gleichzeitig Trinkbecher sein kann, braucht ihr noch einen Kessel um Wasser zu kochen. Oder ihr füllt euch daheim in eine Thermoskanne kochend heisses Wasser ab. Dann könnt ihr sogar aufs Feuer machen verzichten, habt aber sicher nur halb so viel Spass...


Die Kaffeezubereitung ist ein Kinderspiel. Die Bedienung der Commuter Java Press ist sicher und funktioniert ohne Probleme. Einzig, wenn der Kaffee zu fein gemahlen ist, kann man das Sieb fast nicht runterdrücken. Man sollte also immer etwas gröber gemahlener Kaffee verwenden.

Auch wenn das Trinkgefühl aus dem "Kunststoffbecher " nicht so natürlich und schön ist, funktioniert auch dies einwandfrei.
Der Deckel schliesst nicht dicht ab und daher muss man den Behälter, wenn er gefüllt ist, immer aufrecht transportieren.

Wer will kann in der Java Presse auch Tee aufbrühen. Mit dem Sieb lassen sich auch lose Teeblätter nach unten drücken und der Brühprozess wird abgeschlossen.


Der einzige Nachteil an dieser Presse ist das Putzen. Das feine Sieb wie auch die Kunststoff Teile der GSI Java Presse sind leider nicht Spühlmaschinengeeignet.
Also heisst es alles auseinanderbauen und mit Bürste und Schwamm versuchen all die angetrockneten Reste zu entfernen.
Nicht gerade meine liebste Arbeit, aber nach ein paar Minuten und mit heissem Wasser geht auch der letzte Dreck mal weg.


Die GSI Commuter Java Press ist eine schnelle und einfache Art draussen Kaffee zu kochen. Aber auch im Alltag kann man sich gut einen Kaffee zum Mitnehmen aufbrühen.  Eine einfache und leichte Methode für alle die keine russgeschwärzten Kessel mögen.

 Im Anschluss noch zwei Videos die euch mehr Infos zur Zubereitung mit der Java Press geben...



Montag, 6. Februar 2017

Fliegenbinden - Peacock Quill Nymph


Die letzte Saison hat ein rechtes Loch in meine Fliegendose gerissen und ich muss noch einige Muster nachbinden um wieder gut gefüllte Boxen zu haben.
Eine Nymphe die ich immer gerne in verschiedenen Farben und Grössen binde ist die Peacock Quill Nymphe.


Das gestrippte Peacock Quill gibt eine sehr schöne Segmentierung die fast unwiderstehlich ist.
Als Schwänzchen binde ich Coq de Leon Fibern ein. Anstelle des roten Fadens könnt ihr auch eine neutrale Farbe nehmen wie Braun oder Schwarz.


Der Quill wird eingebunden und nach vorn gewickelt, vor der Tungstenperle mit dem Bindefaden abgefangen und festgelegt.



Ich versiegele den Hinterleib mit einer Schicht UV Kleber. So ist die Nymphe haltbarer und hält einige Fische aus.


Die Beinchen werden durch etwas Ears Hare Dubbing imitiert. Ich nehme gerne etwas Dubbing das so richtig "spiky" ist und wo die Grannen dann auf der Nymphe in alle Richtungen abstehen.
Ihr könnt aber auch Ice Dubbing oder Andere verwenden, ganz nach dem welches Profil ihr mit dem Kranz erzeugen wollt.



Fertig ist die Quill Nymphe. Ich hab sie hier übrigens auf einen feinen Hanak 130 BL Trockenfliegenhaken gebunden. Aber auch Jig-Haken und Nymphenhaken sind für dieses Muster durchweg geeignet.